
In vielen Haushalten leben zwei oder mehr Katzen. Oft frisst eine schneller und bedient sich dann am Napf der anderen. Bei gesunden Katzen ist das ärgerlich. Bei Katzen mit Diätfutter, Übergewicht oder Medikamenten kann es ein echtes Problem werden. Ein Futterautomat mit Chip löst das. Er erkennt die richtige Katze und öffnet nur für sie den Deckel. In diesem Ratgeber erfährst du, wie das funktioniert, für wen es sich lohnt und welche zwei Geräte ich empfehle.
Wie funktioniert ein Futterautomat mit Chip?
Der Automat liest den implantierten Mikrochip deiner Katze, sobald sie den Kopf in die Öffnung steckt. Erkennt er den Chip, öffnet sich der Deckel. Geht die Katze weg, schließt er sich wieder.
Die meisten Katzen in Deutschland sind bereits gechippt. Der Chip sitzt meist an der linken Halsseite unter der Haut. Der Futterautomat speichert die Nummer dieses Chips. Danach öffnet er nur noch für diese Katze. Ist deine Katze nicht gechippt, kannst du einen RFID-Anhänger am Halsband nutzen. Viele Geräte speichern mehrere Katzen. So kann ein Gerät auch für zwei Katzen mit demselben Futter genutzt werden.
Wichtig ist der Unterschied zu einem Zeitautomaten. Ein Chip-Futterautomat steuert, wer frisst. Ein Zeitautomat steuert, wann gefressen wird. Die meisten Chip-Geräte haben keine Zeitsteuerung. Das Futter steht bereit, aber nur für die richtige Katze.
Für wen lohnt sich ein Futterautomat mit Chip?
Ein Chip-Futterautomat lohnt sich vor allem, wenn mehrere Katzen unterschiedliches Futter bekommen. Auch bei Übergewicht, Diät oder Medikamenten im Futter ist er sehr hilfreich. Für eine einzelne Katze ohne Besonderheiten ist er meist nicht nötig.

Diese Situationen sind typisch:
- Futterneid: Eine Katze frisst zu schnell und dann auch den Napf der anderen leer.
- Diätfutter: Eine Katze braucht Spezialfutter, etwa bei Nieren- oder Harnwegsproblemen. Die andere darf es nicht fressen.
- Übergewicht: Eine Katze soll abnehmen, die andere nicht.
- Junge und alte Katzen: Kittenfutter ist für ältere Katzen zu energiereich. Seniorenfutter reicht für junge Katzen oft nicht.
- Hund im Haushalt: Viele Hunde lieben Katzenfutter. Ein Chip-Gerät hält sie fern.
| Situation | Normaler Napf | Chip-Futterautomat |
|---|---|---|
| Mehrere Katzen, gleiches Futter, kein Futterneid | reicht völlig | nicht nötig |
| Mehrere Katzen, unterschiedliches Futter | schwer zu kontrollieren | sehr gut geeignet |
| Katze mit Diät oder Medikament | Futterklau möglich | sehr gut geeignet |
| Hund frisst Katzenfutter | Futterklau möglich | gut geeignet |
| Feste Fütterungszeiten im Urlaub | nicht möglich | meist nicht möglich, Zeitautomat besser |
Welche Chip-Futterautomaten sind die besten?
Meine Top 2 sind der SureFeed Mikrochip-Futterautomat und die Connect-Version mit App. Beide kommen vom selben Hersteller und sind bei Katzenhaltern weit verbreitet. Der Unterschied liegt vor allem in der App-Anbindung.
SureFeed Mikrochip-Futterautomat
Öffnet sich nur für die eigene Katze.
- Liest Mikrochip oder RFID-Anhänger
- Dichter Deckel hält Futter frisch
- Für Nass- und Trockenfutter
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SureFeed Mikrochip-Futterautomat Connect
Chip-Futterautomat mit Fressprotokoll in der App.
- Zeigt, wann die Katze gefressen hat
- Misst laut Hersteller die Futtermenge
- App braucht den Sure Petcare Hub
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Platz 1: SureFeed Mikrochip-Futterautomat
Der SureFeed Mikrochip-Futterautomat* ist der bekannteste Futterautomat mit Chip-Erkennung. Er liest den Mikrochip deiner Katze oder einen RFID-Halsbandanhänger. Der Deckel schließt dicht. Das hält Nassfutter frischer und schützt vor Fliegen. Das Gerät eignet sich für Nassfutter und Trockenfutter und läuft mit Batterien.
Viele Käufer berichten, dass das Futterklauen damit zuverlässig aufhört. Besonders in Haushalten mit Diätkatzen wird das Gerät gelobt. Kritisch sehen manche die Gewöhnung. Einige Katzen brauchen mehrere Tage oder sogar Wochen, bis sie das Öffnen und Schließen akzeptieren. Auch der Preis ist höher als bei normalen Futterautomaten.
Für wen: Für alle Haushalte mit mehreren Katzen und unterschiedlichem Futter. Ausführliche Eindrücke findest du in meinem Test des SureFeed Mikrochip-Futterautomaten.
Platz 2: SureFeed Mikrochip-Futterautomat Connect
Der SureFeed Mikrochip-Futterautomat Connect* funktioniert wie das Grundmodell, ist aber mit einer App verbunden. Du siehst, wann deine Katze gefressen hat. Laut Hersteller misst das Gerät auch, wie viel Futter aus dem Napf verschwunden ist. Für die App-Verbindung brauchst du den Sure Petcare Hub. Er wird mit dem Router verbunden und verbindet den Futterautomaten mit dem Internet.
Viele Käufer berichten, dass die Fressprotokolle sehr hilfreich sind. Gerade bei kranken oder alten Katzen merkst du so schnell, wenn sich das Fressverhalten ändert. Kritik gibt es am höheren Preis und daran, dass für die App ein zusätzliches Gerät nötig ist.
Für wen: Für Katzenhalter, die das Fressverhalten genau im Blick behalten wollen, etwa bei Diät, Krankheit oder im Alter.
Weitere Geräte findest du auf der Seite Futterautomat-Testsieger.
Funktioniert ein Chip-Futterautomat mit Nassfutter?
Ja, die meisten Chip-Futterautomaten sind für Nassfutter und Trockenfutter geeignet. Der dichte Deckel hält das Futter frischer als ein offener Napf. Eine Kühlung haben sie aber in der Regel nicht.
Der Deckel schützt Nassfutter vor dem Austrocknen und vor Fliegen. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber einem offenen Napf. Trotzdem gilt: Nassfutter solltest du nicht zu lange stehen lassen. Füll lieber kleinere Portionen öfter nach. Für Nassfutter über längere Zeit, etwa einen ganzen Tag ohne dich, ist ein Fächer-Automat mit Kühlakkus besser. Welche Geräte das sind, liest du auf der Seite Futterautomat für Nassfutter mit Kühlung.
Für Trockenfutter gibt es außerdem eine luftdichte Futterschale vom selben Hersteller. Sie hält das Futter frisch, hat aber keine Chip-Erkennung. Mehr dazu im Test der SureFeed luftdichten Futterschale.
Wie gewöhnst du deine Katze an den Chip-Futterautomaten?
Nutze den Trainingsmodus, wenn das Gerät einen hat. Dabei bleibt der Deckel zuerst offen und schließt sich dann Schritt für Schritt. So gewöhnt sich die Katze langsam an Bewegung und Geräusch.

Stell den Automaten an den gewohnten Futterplatz. Füttere die Katze die ersten Tage nur daraus. Belohne sie mit Leckerlis, wenn sie sich traut. Viele Katzen erschrecken anfangs, wenn sich der Deckel bewegt. Mit Geduld legt sich das in den meisten Fällen. Lass die alte Futterschale nicht daneben stehen. Sonst weicht die Katze einfach auf den gewohnten Napf aus.
Bei mehreren Katzen musst du jede Katze einzeln anlernen. Die andere Katze sollte in dieser Zeit nicht stören. Wenn alles klappt, kann jede Katze ihren eigenen Automaten bekommen. Oder du speicherst mehrere Katzen mit demselben Futter in einem Gerät.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Wichtig sind eine zuverlässige Chip-Erkennung, ein dichter Deckel und eine einfache Reinigung. Prüfe, ob das Gerät den Chip-Typ deiner Katze liest. Bei mehreren Katzen ist die Zahl der speicherbaren Tiere wichtig.
- Chip-Kompatibilität: Die meisten Geräte lesen die üblichen Mikrochips. Bei älteren oder ausländischen Chips lohnt ein Blick in die Herstellerangaben.
- Anzahl der Katzen: Wenn mehrere Katzen dasselbe Futter bekommen, sollte das Gerät mehrere Chips speichern können.
- Schutz vor Diebstahl: Ein Tunnel oder eine Abdeckung verhindert, dass eine zweite Katze von hinten mitfrisst.
- Reinigung: Herausnehmbare Näpfe sparen viel Zeit.
- Stromversorgung: Mit Batterien bist du flexibel beim Standort. Halte Ersatzbatterien bereit.
- App: Brauchst du Fressprotokolle? Dann lohnt sich ein Modell mit App, sonst reicht das Grundmodell.
Kann ein Chip-Futterautomat auch nach Zeit füttern?
Die meisten Chip-Futterautomaten haben keine echte Zeitsteuerung mit mehreren Mahlzeiten. Sie geben das Futter frei, sobald die richtige Katze kommt. Für feste Fütterungszeiten brauchst du ein zusätzliches Gerät.
Bei manchen Modellen mit App lassen sich bestimmte Einstellungen von unterwegs ändern. Das ersetzt aber keinen Zeitautomaten mit mehreren Portionen. Wer beides braucht, kombiniert oft zwei Geräte. Ein Chip-Gerät für die Katze mit Diätfutter, ein Zeitautomat für die andere Katze. Ob sich das für dich lohnt, hängt von deinem Alltag ab. Grundsätzliche Gedanken dazu findest du im Ratgeber Sind Futterautomaten für Katzen sinnvoll?
Wie reinigst du einen Chip-Futterautomaten?
Den Napf reinigst du nach jeder Nassfutter-Mahlzeit, bei Trockenfutter alle ein bis zwei Tage. Das Gehäuse wischst du nur feucht ab. Die Elektronik darf nicht nass werden.
Bei den meisten Geräten lässt sich der Napf einfach herausnehmen. Prüfe in der Anleitung, ob er in die Spülmaschine darf. Achte auch auf den Bereich rund um den Deckel. Dort sammeln sich gern Futterreste und Haare. Ein sauberer Sensor im Tunnel sorgt außerdem dafür, dass der Chip zuverlässig erkannt wird. Wenn das Gerät plötzlich nicht mehr öffnet, sind schwache Batterien oft die Ursache.
Häufige Fragen zum Futterautomaten mit Chip
Die wichtigsten Antworten in Kürze.
Welcher Futterautomat mit Chip ist Testsieger?
Einen einheitlichen Testsieger gibt es nicht. Der SureFeed Mikrochip-Futterautomat ist aber seit Jahren das bekannteste und beliebteste Gerät dieser Art.
Was mache ich, wenn meine Katze keinen Mikrochip hat?
Dann nutzt du einen RFID-Anhänger am Halsband. Viele Chip-Futterautomaten unterstützen solche Anhänger. Alternativ lässt du deine Katze beim Tierarzt chippen.
Kann ich einen Chip-Futterautomaten für zwei Katzen nutzen?
Ja, wenn beide dasselbe Futter bekommen. Viele Geräte speichern mehrere Chips. Bekommen die Katzen unterschiedliches Futter, braucht jede ein eigenes Gerät.
Geht ein Chip-Futterautomat auch mit Nassfutter?
Ja, die meisten Geräte sind für Nassfutter geeignet. Der dichte Deckel hält es frischer. Eine Kühlung gibt es aber meist nicht, deshalb solltest du Nassfutter nicht zu lange stehen lassen.
Wie lange dauert die Gewöhnung an einen Chip-Futterautomaten?
Das ist sehr unterschiedlich. Manche Katzen fressen sofort daraus, andere brauchen einige Tage oder Wochen. Der Trainingsmodus hilft dabei.
Mein Fazit
Ein Futterautomat mit Chip ist die beste Lösung gegen Futterneid und Futterklau. Er lohnt sich besonders bei mehreren Katzen mit unterschiedlichem Futter und bei Diätfutter. Rechne mit etwas Geduld bei der Gewöhnung. Der SureFeed Mikrochip-Futterautomat ist meine erste Wahl. Wer das Fressverhalten per App im Blick behalten will, nimmt die Connect-Version. Ich wünsche dir und deinen Katzen friedliche Mahlzeiten!



